Keine Köderfischengpässe beim Zander angeln und Hecht angeln im Winter

Wer kennt es nicht? Seit Jahren jeden Spätherbst und Winter das gleiche Problem. Es ist Samstag oder Sonntag früh, so gegen 6 Uhr in der Früh, und man packt seine sieben Sachen, die man für’s Hechtangeln so brauch. Bereits im Auto sitzend springt man dann noch mals raus um zu kontrollieren, ob man auch ja das Anfutter und die Maden nicht vergessen hat. Klar keine Köderfische kein Raubfischangeln auf die Selbigen. Natürlich, ist fast immer, beides wohl behütet im Kofferraum, aber lieber jetzt vergewissern, als später wieder nach Hause zu rasen. Rotaugen-auf-Vorrat.30102004-1Dann auf der Fahrt zum Wasser Zeit zum Nachdenken. Gedanklich hin und her gerissen, zwischen werde ich heute meinen Hecht oder Zander fangen und „Scheiße“ hoffentlich beissen die Köderfische noch. Mir hat diese Ungewissheit gelangt. Seit einigen Jahren mache ich mir darüber keine Gedanken mehr. Wie? Die Lösung ist die naheliegendeste. Sobald es Herbst wird gehe ich regelmässig für eine bis zwei Stunden zum Rotaugen angeln. Die gefangenen Rotaugen werden dann natürich am Haken noch waidgerecht getötet und dann sofort in Gefrierbeutel verpackt. Zu Hause angekommen werden diese dann gleich der Gefriertruhe zugeführt, um dort auf ihren großen Einsatz im Herbst oder Winter zu warten. Entschliesse ich mich dann im Winter zum Raubfischangeln zu gehen entnehme ich der Gefriertruhe einfach einen Gefrierbeutel voll Köderfische und lasse sie über Nacht auftauen. So kann ich dann den nächsten morgen in Ruhe losfahren und meine Gedanken können sich mit dem wohligen Gedanken dem großen Hecht oder Zander hingegeben.

TIPPS – Noch kurz ein paar kleine Tipps zum Schluß. Hört sich jetzt vielleicht für Nichtangler barbarisch an an, aber zerstechen sie, nach dem sie die Köderfische waidgerecht getötet haben, noch kurz die Luftblase. Ein toter Köderfisch lässt sich an den meisten Systemen so besser anbieten. Sollten Sie dennoch einmal einen Schwebenden benötigen, spritzen Sie entweder mit einer Einwegspritze Luft in den Köderfisch oder führen einen Auftriebskörper z.B. Styropor, Balsaholz in den Fisch ein. Verteilen Sie die Köderfische großzügig auf die einzelnen Gefrierbeutel. Ich selbst verpacke 6 Stück pro Gefrierbeutel und falls ich mal das Gefühl habe ich benötige mehr, dann nehme ich halt zwei Beutel mit. Verteilen Sie auch nach Größe der Köderfische. Verteilen Sie möglichst so, daß Sie je nach Bedarf Beutel mit nur großen, mit nur kleinen und gemischte Beutel haben. So bevorratet verschwenden Sie am wenigsten Köderfische. Die geeignetesten Köderfisch für die Einfriermethode sind Rotaugen, Aland und Karauschen. Brassen würden sich wohl auch eignen, aber bedenken Sie das Mindestmass, bei diesem ist dann natürlich manche Truhe gleich voll und die Zielfische, auf welche damit geangelt werden kann ,ist doch stark eingeschränkt. Soll aber nicht bedeuten, daß Sie es nicht können. Köderfische die für das Zanderangeln bestens bewährt haben, aber für die Einfriermethode doch etwas zu weich sind, sind Ukelei. Versuchen Sie es aber trotzdem, Ukelei sind wirklich prima Zanderköder. Jetzt noch der letzte Tipp. Damit Sie sich bei Ihrer Mutter, oder Ihrer Freundin oder Ehefrau nicht unbedingt für einige Stunden ins Abseits katapultieren, teilen Sie diesen mit das Sie eventuell von einigen dutzenden Fischaugen aus der Gefriertruhe angeschaut werden wird, wenn Sie diese demnächst öffnet.