Feeder Fischen – Futterkorb Strategien

Nach dem der letzte Artikel über den Bau des Madenkorb und dem anschließenden Praxistest veröffentlicht wurde. Haben wir uns gedacht legen wir doch gleich einen Artikel über das Angeln mit dem Futterkorb hinterher und erklären Ihnen die wesentlichen Vorteile des Futterkorb, einige Futterkorb Strategien und deren Einsatzbereiche. Maden im FutterkorbBeginnen wir mit den Vorteilen. Mit dem Futterkorb lässt es sich hervorragend auf Distanz angeln. Mit der entsprechenden Feederrute lassen sich selbst mit schweren Futterkörben ( schwerer als 100 g ) weiten von über 70 m erreichen. Diese Weiten erreichen Sie mit keinem Matchrute und montierten schwerem Waggler. Auch wenn sich einige schwere Waggler schon sehr weit werfen lassen, so haben Sie immer noch das Problem der Bissanzeige. Die Bisse auf immer große Entfernung zu erkennen ist äußerst schwierig. Beim Futterkorb angeln brauchen Sie nur auf die Rutenspitze zu achten. Ein weiterer Vorteil besteht in der Entfernung des Köders zum Futter. Beim Angeln mit dem Futterkorb liegt das Anfutter und der Köder maximal um die Vorfachlänge auseinander. Im Gegensatz dazu haben Sie beim Angeln mit dem Waggler auf größere Entfernung dort nur die Möglichkeit Ihr Futter per Futterschleuder zum Köder zu bringen. Sicher geht dies auch, doch die Genauigkeit die Sie beim Angeln mit dem Futterkorb erreichen werden Sie hier nur selt schaffen.

Biss
Biss

Wie so oft bei den verschiedensten Angelarten gibt es natürlich auch beim Angeln mit Futterkörben verschiedenste Strategien und Ansätze. Der wohl einfachste Ansatz ist der möglichst kein Schnick Schnack zu veranstalten und einen möglichst simplen Aufbau zu fischen. Hierzu zählt Standardfutterkorb, Standard Vorfachlänge, Haken je nach Zielfisch und eine normale Futtermischung ohne die ganzen teuren Zusatzstoffe. Eine sehr einfache und billige Futtermischung besteht aus 85 % Paniermehl und 15 % Gries. Der Gries hat in diesem Fall nur die Aufgabe das Futter zu festigen, damit es auch kräftigere Auswürfe übersteht. Auch für den Fall, dass Sie zu einem so einfachen Futter kein Vertrauen haben, gilt es in jedem Fall das Futter etwas fester zu gestalten, als das was Sie zum ansonsten zum Stippen einsetzen. Ein kleiner Anteil Gries ist hier immer eine gute Wahl. Eine weitere Strategie ist das Auffüllen des Futterkorb mit einem möglichst hohen Madenanteil (siehe Bild 2). Hierzu füllen Sie den Futterkorb vorerst nur bis zur hälfte. Stechen dann mit einem Finger eine Ausbuchtung in der Mitte des Futters. Nun füllen Sie so viele Maden wie möglich nach und füllen den Rest des Futterkorbs mit Futterkorb auf. Die eingeschlossenen Maden werden kurze Zeit nach dem Auswurf sich aus dem Futterkorb gearbeitet haben und zusätzlich zum vorhandenen Futter einen Madenteppich um Ihren Köder bilden. Diese Strategie kann gerade beim Brassenangeln sehr hilfreich sein, da sich so neben dem Futter aus dem Futterkorb viele kleine Köder an der Angelstelle befinden und somit die Brassen länger am Platz gehalten werden können.

Und sicher gelandet
Und sicher gelandet

Die Einsatzbereiche des Futterkorb reichen vom Rotaugen- über das Brassen- bis hin zum Karpfenangeln. Ihr Einsatz sollte immer dann erfolgen, wenn Sie auf größere Distanz fischen müssen oder aufgrund der Wetterverhältnisse das Posenfischen schon auf mittlere Distanz zur Qual wird, z.B. durch starken Wind oder stärkere Strömung. Achten sie auch beim Angeln mit dem Futterkorb darauf die Rutenstellung den äußeren Bedingungen anzupassen. Grundsätzlich gilt, je stärker die Strömung, desto höher die Rutenspitze um so möglichst wenig Zug auf der Schnur zu haben. Desweiteren können Sie so die das Eigengewicht (Vorbebleiung) des Futterkorbs so gering wie möglich halten und haben so mehr SpielraumKarpfen auf Maden und Futterkorb in punkto Futtermenge.

Bei unserem letzten Futterkorb Trip gabs zwar keine Brassen, jedoch konnte dieser herrlich gezeichnete Schuppenkarpfen den Maden nicht widerstehen.